Schlaftipps für Babys

Um die besten Voraussetzungen für den gesunden Schlaf Ihres Babys zu schaffen, sind einige wichtige Punkte zu beachten:

Schlaftipp 1

Die Raumtemperatur im Zimmer in dem Ihr Baby schläft sollte nicht zu warm sein. Ideal sind 18-20 Grad Celsius. Gemäss verschiedenen Untersuchungen vermindert diese Idealtemperatur auch die Wahrscheinlichkeit für den zwar seltenen, aber gefürchteten plötzlichen Kindstod. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 50-60 Prozent betragen. Im Winter ist deshalb ein Luftbefeuchter empfehlenswert. Als Alternative können Sie aber auch feuchte Tücher im Zimmer aufhängen oder Ihre Wäsche am Wäscheständer trocknen lassen.

Schlaftipp 2

Legen Sie Ihr Baby zum Schlafen immer auf den Rücken! Seit in den 80er Jahren diese Massnahme von den Kinderärzten empfohlen wurde, sind die Zahlen des plötzlichen Kindstodes massiv zurück gegangen.

Schlaftipp 3

Ziehen Sie Ihr Baby nicht zu warm an. Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht mit kleinen Babyschlafsäcken. Wir haben unseren Töchtern jeweils einen langarmigen Body angezogen und sie so in den Schlafsack gelegt. Unsere Töchter haben so sehr gut und wohltemperiert geschlafen.

Schlaftipp 4

Geben Sie Ihrem Baby Geborgenheit indem Sie ihm aus Tüchern oder wenigen Stofftieren ein kleines Nest bauen. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihrem Baby beim Schlafen nichts aufs Gesicht geraten kann (Erstickungsgefahr!).

Schlaftipp 5

Matratze: Wir haben uns für unsere erste Tochter eine superteure Matratze im Babyfachgeschäft aufschwatzen lassen mit Kokosnussfasern drin etc.. Für den guten Schlaf Ihres Babys können Sie sich diese Anschaffung sparen. Wichtig sind beim Kauf folgende Punkte:

  • Egal ob das Material aus Rosshaar, Kokosnussfasern, Latex oder Hartschaum besteht, sie sollte v.a. schadstoffarm sein. Zum Beispiel bei IKEA erhalten Sie zu einem guten Preis geeignete Matratzen.
  • Achten Sie bei der Härte der Matratze darauf, dass Ihr Baby nicht einsinkt.

Schlaftipp 6

Kopfkissen und Decke: Weder das eine noch das andere ist notwendig. Ein Kopfkissen oder eine dicke Decke können dem Baby in den ersten Monaten sogar gefährlich werden, da Babys darunter ersticken können. Ausserdem besteht beim Einsatz einer Decke akute Überhitzungsgefahr (erhöhte Gefahr für plötzlichen Kindstod!). Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Baby zu kalt hat, decken Sie es mit einer dünnen Baumwolldecke zu. Ziehen Sie die Decke aber nicht bis ans Kinn des Babys sondern höchstens bin in die Höhe des Bauchnabels und legen Sie Ihr Baby mit den Füssen an das eine Ende des Bettes damit es nicht unter die Decke rutschen kann.

Schlaftipp 7

Schlafort: Wenn Sie Ihr Baby bei sich im Zimmer haben wollen, können Sie dies natürlich tun. Dies hat den Vorteil, dass der Weg für die stillende Mutter bzw. das Schoppengeben nicht all zu weit ist. Bedenken Sie jedoch folgendes: Insbesondere Mütter befinden sich nach der Geburt in einem sehr leichten Schlaf und wachen schon beim leisesten Geräusch auf. Jede Stunde die Sie für Ihren eigenen ruhigen Schlaf gewinnen können, ist insbesondere in den ersten Monaten nach der Geburt sehr viel wert. Hören Sie bei diesem umstrittenen Thema “Wo muss das Baby schlafen?” auf Ihre innere Stimme. Egal ob das Baby bei Ihnen im Bett, in Ihrem Zimmer oder im Kinderzimmer schläft, es sollte für Sie und Ihre Familie das Richtige sein. Falls Ihr Baby in Ihrem Bett schläft, lassen Sie sich betreffend geeigneter Bettdecke beraten, da es bei normalen Daunendecken zur Überhitzung Ihres Babys kommen kann.

Schlaftipp 8

Licht: In vielen Läden können Sie Nachtlichter für Babys und Kleinkinder kaufen. Dem Baby ist es jedoch egal, ob Sie ein Nachtlicht installieren oder nicht. Babys haben noch keine Angst im Dunkeln. Diese Angst entwickelt sich meistens erst ab dem 2. Lebensjahr. Wir hatten dennoch ein kleines Nachtlicht im Zimmer unserer Töchter: es half uns selbst zur Orientierung in der Dunkelheit wenn wir in Ihr Zimmer schlichen und wir mussten beim nächtlichen Wickeln keine zusätzliche Lampe anstellen und weckten so unsere Töchter nicht mehr als unbedingt notwendig.

Schlaftipp 9

Schlafrhythmus: Für Ihr Baby besteht nach der Geburt noch kein Unterschied zwischen Tag und Nacht und es schläft mehr oder weniger gleichmässig über 24 Stunden verteilt. Dass die Nacht zum Schlafen da ist, muss Ihr Baby in den ersten Monaten lernen. Dieser Lernprozess findet gewöhnlich in den ersten 4 bis 6 Monaten statt. Sie können ihm dabei etwas helfen, indem Sie von Beginn an möglichst kein Licht für das nächtliche Stillen/ Fläschchen und Wickeln anstellen und mit dem Baby weder viel Sprechen noch Spielen. Wir empfehlen nach den ersten Wochen Ihr Baby auch schon regelmässig vor dem letzten Stillen/ Fläschchen am Abend in ein Nachtgewand bzw. Pyjama zu kleiden. Dieses “Ritual” lehrt Ihrem Baby bereits frühzeitig sich psychisch auf den nächtlichen Schlaf einzustellen. Auch wenn Sie sonst nach Bedarf stillen oder füttern sollten Sie für die letzte Abendmahlzeit eine mehr oder weniger fixe Zeit einplanen. Wecken Sie das Baby falls es schon schläft. Es spielt dabei keine Rolle, wann die letzte Mahlzeit war.

Falls Ihr Baby schon 3 Monate alt und gesund ist, können Sie auch damit beginnen, es regelmässig wach ins Bettchen zu legen. Dabei lernt es von selber einzuschlafen. Falls es in der Nacht mal aufwachen sollte, ist es sich dann gewohnt alleine wieder in den Schlaf zu finden. Falls Ihr Baby tagsüber zu lange schläft können Sie auch damit beginnen es aufzuwecken. Vor allem ab dem späteren Nachmittag sollte es schon etwas längere Wachphasen haben.

Schlaftipp 10

Beruhigende Geräusche bzw. Musik: Es gibt verschiedene, vor allem gleichmässige Geräusche, die sehr beruhigend auf ein Baby wirken so zum Beispiel: das Ventilatorgeräusch eines Dampfabzuges in der Küche, Haar-Fön auf der niedrigsten Stufe, Fahrgeräusche eines Autos, das Schleudern einer Waschmaschine, laufender Geschirrspüler, Staubsauger auf niedrigster Stufe, usw.. Ebenfalls kann auch beruhigende Musik (z.B. klassische) helfen.

Schlaftipp 11

Herumtragen bzw. Schaukeln: Herumgetragen zu werden auf Mamas oder Papas Armen kann zum Einschlafen des Babys führen. Dies kann aber auf die Dauer für die Eltern körperlich extrem anstrengend und auch zeitaufwendig werden. Abhilfe schafft hier z.B. die sleepingbaby Einschlaf- und Beruhigungshilfe, welche mit ihren sanften Schaukelbewegungen Babys sanft einschlafen lässt. Wenn das Baby erst mal richtig schläft, können Sie es anschliessend auch ins eigene Bettchen legen.

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